Mit ‘Lohn’ verschlagwortete Einträge

Mindestlöhne

25 Januar 2008

Die aktuelle Diskussion in den Medien um generelle Mindestlöhne für alle Branchen halte ich für sehr fragwürdig. Gerade in der Fertigung hat Deutschland langfristig keine Chance, da es viel zu viele Billiglohnländer gibt, in denen dank der heutigen Kommunikations- und Transportmöglichkeiten um ein Vielfaches billiger produziert werden kann. Von der Übernahme der Arbeit durch Maschinen ganz zu schweigen.
Es gibt jedoch auch einige Branchen, die von Globalisierung und Technisierung nur sehr begrenzt beeinflusst werden. So wird z.B. niemand nach China fliegen, um sich dort die Haare schneiden zu lassen oder pflegebedürftige Menschen nach Indien schicken, um sie dort zu versorgen. Berufsgruppen wie technische Dienste (Müllabfuhr etc.), Postzusteller, Pflegeberufe oder Frisöre werden wir auch weiterhin vor Ort brauchen.
Ich glaube, dass Deutschland in vielen Bereichen vor allem hohe Qualifikation und technisches Know-How benötigt, um sich zukünftig behaupten zu können. Hier geht es um internationalen Wettbewerb und Mindestlöhne wären eher schädlich. Berufsgruppen wie Postboten etc. fallen jedoch nicht in diese Kategorie und müssen deshalb von Staat und Gesellschaft unterstützt werden. Eine geringe Qualifikation sagt hier nicht zwingend etwas über den Wert der Arbeit aus. Keine noch so gute Maschine kann Krankenschwestern und Altenpfleger ersetzen.
Deshalb bin ich der Meinung, dass wir diesen Berufsgruppen mehr Wertschätzung und einen sicheren Lebensunterhalt durch finanzielle Unterstützung zukommen lassen müssen.
Mindestlöhne für Postboten sind also durchaus gerechtfertigt. Der lauter werdende Ruf vieler weiterer Branchen ebenfalls Mindestlöhne einzuführen, muss jedoch Branche für Branche kritisch hinterfragt werden.

Ein Beitrag von kathrinh

Manager kassieren Millionen – ist das noch gerecht?

13 Dezember 2007

In den letzten Tagen brodelt die Diskussion um eine Lohnobergrenze für Manager. Vorstandsvorsitzende wie Dieter Zetsche (Daimler) oder Josef Ackermann (Deutsche Bank) kassieren Millionen. Zugleich entlassen sie tausende von Mitarbeitern in den Sumpf der Arbeitslosigkeit.

Die SPD rief eine Arbeitsgruppe ins Leben, die sich bis zum Frühjahr mit diesem Thema auseinander setzen wird. Dabei soll es insbesondere um eine größere Transparenz der Gehälter gehen. Zugleich soll geprüft werden, ob Abfindungen auch zukünftig als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden können sollen. Kanzlerin Merkel ist inzwischen gegen eine Gesetzesinitiative. Sie setzt auf die Selbstverantwortung der Unternehmer und die Selbstregulierungsgrenze der Wirtschaft.

Anfang der Woche schlug die Diskussion um horrende Abfindungen für versagende Manager und deren Gehälter hohe Wellen. Die Presse warf der Politik Populismus im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen vor. Inzwischen ist die Debatte um Lohnobergrenzen vom Tisch – sie wurde als juristisch fragwürdig und nicht durchsetzbar eingestuft.

Bleibt die Frage, wie man die Manager zukünftig in die Verantwortung nehmen will. Während ihr Versagen für viele Mitarbeiter die Entlassung bedeutet, kassieren sie hohe Abfindungen und können ohne persönliches Risiko zum nächsten Unternehmen wechseln. Der Appell an die soziale Verantwortung und die Gerechtigkeit bleibt unbeachtet.

Was denkt ihr? Sollte das Gehalt von Managern gesetzlich begrenzt werden? Wie denkt ihr über die Abfindungen der Manager und ihre soziale Verantwortung?

Autoren: Svenja und Katrin

„Ist es gerecht, dass Frauen in manchen Berufen weniger verdienen als Männer, obwohl sie das gleiche leisten?“

7 Dezember 2007

In unserer heutigen Gesellschaft kommt es immer öffter vor, dass sich Ehepaare scheiden lassen. Wenn dieses Paar Kinder hat, ist es für die sehr bitter, doch meistens gehen sie nach der Trennung zu ihren Müttern. Diese sind mit der neuen Situation völlig überfordert. Sie waren vorher evt. „nur“ Hausfrauen und müssen nun für den Lebensunterhalt arbeiten gehen. Es gibt nur wenige Kindertagesstätten, wo sie ihre Kinder in dieser Zeit abgeben können.

Also haben sie es doppelt schwer: Geld verdienen und sich um das Kind kümmern. Doch wie soll man dieses Problem lösen, wenn das eine, das andere ausschließt?! Dazu kommt, dass Frauen in vielen Berufen auch noch schlechter bezahlt werden, als ihre männlichen Kollegen. Einfach weil man immer davon ausging, dass sie Männer eine Familie ernähren müssen. Doch dieses Klischee wandelt sich gerade.

Ich finde das ziemlich ungerecht. Man sollte Frauen genauso gut bezahlen wie die männlichen Kollegen, da sie evtl. auch eine Familie ernähren müssen. Einige Erfolge hat man schon erzielen können in dem neue Gesetze verabschiedet wurden. So konnte sich in den letzten Jahren die „Elternzeit“ durchsetzen, die es nun auch erlaubt, dass auch die Väter vom Beruf freigestellt werden können um für ihr Kind da zu sein.

Ich finde es wichtig, dass heutzutage nicht nur die Frau diese Rolle übernimmt und man sollte das Bild der Frau auf die heutige Zeit aktuallisieren. Also z.b auch einberechnen, dass alleinerziehende Mütter arbeitslos werden. Wo kommt dann die finanzielle Unterstütung für solche Frauen her?.

Dieses Problem ist ein weiteres Beispiel für das Thema „(Un)gerechtigkeit“.. .. :)

Daniela 05.12.2007

Streik der Lokomotivführer

20 November 2007

Ist es gerecht, dass die Lokomotivführer der Deutschen Bundesbahn zurzeit streiken, obwohl sie dadurch viele tausende Mitbürger einschränken und teilweise auch deren Arbeitsplätze gefährden?

Im Moment streiken die Lokomotivführer der Deutschen Bundesbahn im Auftrag der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) aufgrund der niedrigen Gehälter und der hohen Wochenarbeitsstunden. Sie fordern von der Deutschen Bahn einen eigenen Tarifvertrag, ein Eingangsentgeltfür Lokomotivführer von 2.500 € pro Monat, eine stufenweise Entgelterhöhungbis zu 3.000 € pro Monat, sowie die Reduzierung der Wochenarbeitszeitum eine Stunde und eine Vermeidung von Kurzschichten. Um diese Forderungen durchzusetzen, bestreiken die Lokführer im Auftrag der GDL bestimmte Züge im Nah- und Fernverkehr, sowie Güterzüge. Durch diesen Streik kommen viele Arbeitnehmer zu spät oder gar nicht zu ihrem Arbeitsplatz, was zu einer Abmahnung durch den Arbeitgeber und im schlimmsten Fall zu einer Kündigung der Beschäftigten führen kann.

Des Weiteren entstehen der Wirtschaft durch den Streik von Güterzügen große Schäden, die nicht so leicht zu beheben sind. Die bestellte Ware kommt bei Firmen viel zu spät oder gar nicht an und somit kommt es zu Kurzarbeit oder gar zu kompletten Produktionsausfällen.

Somit stellt sich nun die Frage, ob sich die Lokomotivführer bewusst sind, welch ein großes Ausmaß an Schäden ihr Streik haben kann und ob sie folglich richtig handeln. Die durch den Streik betroffenen Arbeitnehmer können nichts für die Entlohnung der Lokomotivführer und werden somit ungerecht bestraft, indem ihre Züge nicht fahren und sie auf andere Verkehrsmittel ausweichen müssen.

Ist es nun gerecht, dass ca. 3000 Lokomotivführer streiken und dabei ein Teil der 82 Mio. deutschen Bürger darunter leiden ?