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Streik der Lokomotivführer

20 November 2007

Ist es gerecht, dass die Lokomotivführer der Deutschen Bundesbahn zurzeit streiken, obwohl sie dadurch viele tausende Mitbürger einschränken und teilweise auch deren Arbeitsplätze gefährden?

Im Moment streiken die Lokomotivführer der Deutschen Bundesbahn im Auftrag der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) aufgrund der niedrigen Gehälter und der hohen Wochenarbeitsstunden. Sie fordern von der Deutschen Bahn einen eigenen Tarifvertrag, ein Eingangsentgeltfür Lokomotivführer von 2.500 € pro Monat, eine stufenweise Entgelterhöhungbis zu 3.000 € pro Monat, sowie die Reduzierung der Wochenarbeitszeitum eine Stunde und eine Vermeidung von Kurzschichten. Um diese Forderungen durchzusetzen, bestreiken die Lokführer im Auftrag der GDL bestimmte Züge im Nah- und Fernverkehr, sowie Güterzüge. Durch diesen Streik kommen viele Arbeitnehmer zu spät oder gar nicht zu ihrem Arbeitsplatz, was zu einer Abmahnung durch den Arbeitgeber und im schlimmsten Fall zu einer Kündigung der Beschäftigten führen kann.

Des Weiteren entstehen der Wirtschaft durch den Streik von Güterzügen große Schäden, die nicht so leicht zu beheben sind. Die bestellte Ware kommt bei Firmen viel zu spät oder gar nicht an und somit kommt es zu Kurzarbeit oder gar zu kompletten Produktionsausfällen.

Somit stellt sich nun die Frage, ob sich die Lokomotivführer bewusst sind, welch ein großes Ausmaß an Schäden ihr Streik haben kann und ob sie folglich richtig handeln. Die durch den Streik betroffenen Arbeitnehmer können nichts für die Entlohnung der Lokomotivführer und werden somit ungerecht bestraft, indem ihre Züge nicht fahren und sie auf andere Verkehrsmittel ausweichen müssen.

Ist es nun gerecht, dass ca. 3000 Lokomotivführer streiken und dabei ein Teil der 82 Mio. deutschen Bürger darunter leiden ?