Manager kassieren Millionen – ist das noch gerecht?

In den letzten Tagen brodelt die Diskussion um eine Lohnobergrenze für Manager. Vorstandsvorsitzende wie Dieter Zetsche (Daimler) oder Josef Ackermann (Deutsche Bank) kassieren Millionen. Zugleich entlassen sie tausende von Mitarbeitern in den Sumpf der Arbeitslosigkeit.

Die SPD rief eine Arbeitsgruppe ins Leben, die sich bis zum Frühjahr mit diesem Thema auseinander setzen wird. Dabei soll es insbesondere um eine größere Transparenz der Gehälter gehen. Zugleich soll geprüft werden, ob Abfindungen auch zukünftig als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden können sollen. Kanzlerin Merkel ist inzwischen gegen eine Gesetzesinitiative. Sie setzt auf die Selbstverantwortung der Unternehmer und die Selbstregulierungsgrenze der Wirtschaft.

Anfang der Woche schlug die Diskussion um horrende Abfindungen für versagende Manager und deren Gehälter hohe Wellen. Die Presse warf der Politik Populismus im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen vor. Inzwischen ist die Debatte um Lohnobergrenzen vom Tisch – sie wurde als juristisch fragwürdig und nicht durchsetzbar eingestuft.

Bleibt die Frage, wie man die Manager zukünftig in die Verantwortung nehmen will. Während ihr Versagen für viele Mitarbeiter die Entlassung bedeutet, kassieren sie hohe Abfindungen und können ohne persönliches Risiko zum nächsten Unternehmen wechseln. Der Appell an die soziale Verantwortung und die Gerechtigkeit bleibt unbeachtet.

Was denkt ihr? Sollte das Gehalt von Managern gesetzlich begrenzt werden? Wie denkt ihr über die Abfindungen der Manager und ihre soziale Verantwortung?

Autoren: Svenja und Katrin

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3 Antworten zu “Manager kassieren Millionen – ist das noch gerecht?”

  1. dandy123 sagt:

    … ich finde, dass man wirklich eine obergrenze einführen sollte. sowie auch einen mindestlohn in manchen berufsgruppen wie z.b postbote (wo jetzt erst eine menge diskussionen in den medien waren). ich denke, es ist ungerecht, nur weil die manager mehr verantwortung tragen, ihnen automatisch auch ein paar millionen mehr im jahr zu überweisen, als sie nicht ohne hin schon verdienen. andere hingegen sind nur noch einen katzensprung von der armut entfernt und haben auch die gleiche stundenanzahl in der woche.
    leider ist ein einzelner “bauarbeiter” leichter zu ersetzen und wenn einer anfängt zu streiken, dann wird er kurzerhand gefeiert. hingegen kann man einen firmenchef nicht so leicht feuern und er nimmt sich was er will.
    .. so .. das ist zumindest meine meinung.. :)
    die gehälter sollten nicht so weit außeinander klaffen.
    daniela

  2. Jürgen Lorey sagt:

    Entrüstet Ihr Euch auch bei den Millionen, die Schumacher (Formel 1) oder Kliensmann oder andere Sportler oder Thomas Gottschalk oder Harald Schmidt verdienen?
    Ich finde auch, dass 40 Millonen oder mehr, die etwa der Porschechef verdient, abartig viel sind.
    Aber das Problem wird man nicht durch vom Staat per Gesetz festgelegte Obergrenzen lösen können.
    Es klingt etwas zynisch/frustriert: Der Markt gibt halt solche Gehälter her? Bayern München könnte Klinsmann keine acht Millionen im Jahr zahlen, wenn die Leute nicht Fußball schauen würden, oder? Und für eine Million wäre er sicher nicht zu Bayern gegangen

  3. Katrin sagt:

    Ich bin der Meinung, dass Gehaltobergrenzen in der freien Wirtschaft weder durchsetzbar noch sinnvoll/wünschenswert sind. Wer hart arbeitet, soll auch viel verdienen können. Wenn wir jetzt in Deutschland Gehaltsobergrenzen einführen, gehen nur noch mehr Fachkräfte ins Ausland.
    In puncto soziale Verantwortung bin ich aber der Meinung, dass Führungskräfte wesentlich härter in die Verantwortung genommen werden sollten. Es kann nicht sein, dass ein Manager Fehler macht, die zur Entlassung tausender Mitarbeiter führen und dann mit einer hohen Abfindung zum nächsten Unternehmen wechselt. Hier sind in erster Linie Betriebsräte und weitere interne Gremien gefragt. Sollten diese nichts bewirken, kann und muss die Politik einschreiten. Dabei geht es jedoch NICHT um die Höhe der Gehälter sondern um die Höhe der Abfindungen!

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