Ist es gerecht, dass die Lokomotivführer der Deutschen Bundesbahn zurzeit streiken, obwohl sie dadurch viele tausende Mitbürger einschränken und teilweise auch deren Arbeitsplätze gefährden?
Im Moment streiken die Lokomotivführer der Deutschen Bundesbahn im Auftrag der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) aufgrund der niedrigen Gehälter und der hohen Wochenarbeitsstunden. Sie fordern von der Deutschen Bahn einen eigenen Tarifvertrag, ein Eingangsentgeltfür Lokomotivführer von 2.500 € pro Monat, eine stufenweise Entgelterhöhungbis zu 3.000 € pro Monat, sowie die Reduzierung der Wochenarbeitszeitum eine Stunde und eine Vermeidung von Kurzschichten. Um diese Forderungen durchzusetzen, bestreiken die Lokführer im Auftrag der GDL bestimmte Züge im Nah- und Fernverkehr, sowie Güterzüge. Durch diesen Streik kommen viele Arbeitnehmer zu spät oder gar nicht zu ihrem Arbeitsplatz, was zu einer Abmahnung durch den Arbeitgeber und im schlimmsten Fall zu einer Kündigung der Beschäftigten führen kann.
Des Weiteren entstehen der Wirtschaft durch den Streik von Güterzügen große Schäden, die nicht so leicht zu beheben sind. Die bestellte Ware kommt bei Firmen viel zu spät oder gar nicht an und somit kommt es zu Kurzarbeit oder gar zu kompletten Produktionsausfällen.
Somit stellt sich nun die Frage, ob sich die Lokomotivführer bewusst sind, welch ein großes Ausmaß an Schäden ihr Streik haben kann und ob sie folglich richtig handeln. Die durch den Streik betroffenen Arbeitnehmer können nichts für die Entlohnung der Lokomotivführer und werden somit ungerecht bestraft, indem ihre Züge nicht fahren und sie auf andere Verkehrsmittel ausweichen müssen.
Ist es nun gerecht, dass ca. 3000 Lokomotivführer streiken und dabei ein Teil der 82 Mio. deutschen Bürger darunter leiden ?
Schlagworte: Bahnstreik, Lohn
20 November 2007 um 10:02 |
Nein gerecht ist es nicht meiner Meinung nach… Macht dieser Streik wirklich Sinn oder nicht? Heizt die GDL absichtlich nur die Medien und die Öffentlichkeit auf, um ihre Forderungen durchzusetzen??
also ich bin gespaltener Meinung: Einerseits haben die Lokführer ein Recht zu streiken und mehr Lohn zu fordern. Die Bahn hat in den letzten 2 Jahren schwarze Zahlen geschrieben und kann somit ihre Beschäftigten an dem Erfolg durch Lohnerhöhung teilhaben lassen. Außerdem verdienen die Angestellten wirklich nicht sonderlich viel…
ABER:
1. die Lokführer sind nur 3% der Bahnangestellten und halten trotzdem den gesamten Betrieb auf
2. sie wollen 30% mehr Lohn, was eine sehr hohe Forderung ist
3. bisher hat der Streik (stand 18.11.07) 78 Millionen Euro an Schaden verursacht, da ist die Frage ob das noch zu rechtfertigen ist
4. die GDL will einen getrennten Lohntarif nur für die Lokführer und nicht für alle Bahnangestellten
5. die Streiks können zu einem Risiko für die vielen Pendler und schließlich auch für die (wie sagt man so schön) deutsche Volkswirtschaft werden…
—> ich bin für ein Ende der Streiks und einer Lohnerhöhung um 5-12% für alle Bahnangestellten….
22 November 2007 um 12:48 |
Um zu Beas lösung zu kommen muss man Kompromisse eingehen. Und genau da liegt das Problem… unsere Gesellschaft erfährt ein immer größer werdendes Komunikationsproblem, die Streiks sind der beste Beweis dafür. Die Leute sind nicht mehr fähig, sich an einen Tisch zu setzten um eine Lösung zu finden…
27 November 2007 um 10:30 |
Schon so allerdings liegt es auch viel an der dickköpfigkeit der Menschen sodas sie einfach zu stur sind um eine minimale Änderung vor zu nehmen. Und selbst wenn sich die Parteien an einen Tisch setzten würden, würde die Änderung über den bürokratischen weg ewig dauern.
28 November 2007 um 11:28 |
Also ich bin, wie Bea, auch der Meinung, dass es gerecht ist für solch eine Sache zu streiken.Warum auch nicht?Ich vergleiche die Situation immer mit Frankreich.Die Menschen dort sind auch im Stande zu streiken.Und sie demonstrieren so lange, bis sie etwas erreicht haben. Das finde ich einfach bemerkenswert.Ich bin der Meinung,dass es die Menschen in unserem Land auch auf diese Art und Weise versuchen sollen.Und dieser Streik ist auch schon der Anfang dazu. Auch wenn es viele Nachteile gibt, diese müssen jetzt eben nun einmal in Kauf genommen werden.
11 Dezember 2007 um 8:50 |
So toll – jetzt ham se ihren eigenen Tarifvertrag und wir bekommen die Kosten erhöht.
Aber sind die Schuld ? Nein, die Bahn nimmt das als Begründung, aber durch den neuen Tarifvertrag sind lediglich 100 Mio € an Mehrkosten enstanden, durch die Privatisierung hatten die letztes Jahr n Gewinnzuwachs um 400 Mio € auf 1,6 Mia € und Nebenbei hat der Vorstand auch noch n bisschen was in die eigene Tasche gesteckt. Insofern …