Mindestlöhne

25 Januar 2008 by theophilos66

Die aktuelle Diskussion in den Medien um generelle Mindestlöhne für alle Branchen halte ich für sehr fragwürdig. Gerade in der Fertigung hat Deutschland langfristig keine Chance, da es viel zu viele Billiglohnländer gibt, in denen dank der heutigen Kommunikations- und Transportmöglichkeiten um ein Vielfaches billiger produziert werden kann. Von der Übernahme der Arbeit durch Maschinen ganz zu schweigen.
Es gibt jedoch auch einige Branchen, die von Globalisierung und Technisierung nur sehr begrenzt beeinflusst werden. So wird z.B. niemand nach China fliegen, um sich dort die Haare schneiden zu lassen oder pflegebedürftige Menschen nach Indien schicken, um sie dort zu versorgen. Berufsgruppen wie technische Dienste (Müllabfuhr etc.), Postzusteller, Pflegeberufe oder Frisöre werden wir auch weiterhin vor Ort brauchen.
Ich glaube, dass Deutschland in vielen Bereichen vor allem hohe Qualifikation und technisches Know-How benötigt, um sich zukünftig behaupten zu können. Hier geht es um internationalen Wettbewerb und Mindestlöhne wären eher schädlich. Berufsgruppen wie Postboten etc. fallen jedoch nicht in diese Kategorie und müssen deshalb von Staat und Gesellschaft unterstützt werden. Eine geringe Qualifikation sagt hier nicht zwingend etwas über den Wert der Arbeit aus. Keine noch so gute Maschine kann Krankenschwestern und Altenpfleger ersetzen.
Deshalb bin ich der Meinung, dass wir diesen Berufsgruppen mehr Wertschätzung und einen sicheren Lebensunterhalt durch finanzielle Unterstützung zukommen lassen müssen.
Mindestlöhne für Postboten sind also durchaus gerechtfertigt. Der lauter werdende Ruf vieler weiterer Branchen ebenfalls Mindestlöhne einzuführen, muss jedoch Branche für Branche kritisch hinterfragt werden.

Ein Beitrag von kathrinh

Eisbärin “Flocke” als Botschafterin !

25 Januar 2008 by nathalieb

Der Name für das Nürnberger Eisbär-Baby steht fest und soll auf den Namen “Flocke” getauft werden.Die Eisbärin soll in ihrer Zukunft als Botschafterin für die Artgenossen in freier Wildbahn dienen.Laut des Zoodirektors, soll aus Flocke ein Schneeball und eine Lawine im Kampf gegen den Klimawandel und eine Botschafterin für nachhaltiges Wirtschaften und niedrigen Ressourcenverbrauch werden.Kann Flocke aufgrund ihres antretenden Amtes noch ein artgerechtes Leben führen?Oder wird sie für den Kampf gegen den Klimawandel „nur“ ausgenutzt?

Gerechtigkeit bei Aristoteles und heute

16 Januar 2008 by theophilos66

Der Blogbeitrag einer Mitschülerin:

Gerechtigkeit bezeichnet im Allgemeinen das Verhalten eines Menschen (einer Gesellschaft, etc.), das subjektiv als gerecht beurteilt wird.
Seit Aristoteles wird zwischen ausgleichender und austeilender Gerechtigkeit unterschieden.

Ausgleichende Gerechtigkeit bezeichnet zum Beispiel das Einhalten von Verträgen (der Verkäufer übergibt die Ware, der Käufer zahlt den vereinbarten Kaufpreis), aber auch geleisteten Schadensersatz.
Austeilende Gerechtigkeit bezieht sich auf das Verhältnis jedes Einzelnen zur Gemeinschaft. Jeder trägt entsprechend seinen Kräften zum Wohle der Gemeinschaft bei. Heute werden diese staatsbürgerlichen Pflichten durch Gesetze festgelegt (das Zahlen von Steuern, die gerechte Strafe bei einem Verstoß gegen die Ordnung).

Schwierigkeiten ergaben sich sowohl früher als auch heute meist nur in konkreten Einzelfällen; innenpolitisch zum Beispiel bei der Frage welche Aufgabe der Sozialstaat in besonderen Bereichen zu erfüllen hat, in der internationalen Politik beispielsweise bei der Frage, welcher Bildungsunterschied zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern noch als gerecht beurteilt wird.

Manager kassieren Millionen – ist das noch gerecht?

13 Dezember 2007 by katrinh

In den letzten Tagen brodelt die Diskussion um eine Lohnobergrenze für Manager. Vorstandsvorsitzende wie Dieter Zetsche (Daimler) oder Josef Ackermann (Deutsche Bank) kassieren Millionen. Zugleich entlassen sie tausende von Mitarbeitern in den Sumpf der Arbeitslosigkeit.

Die SPD rief eine Arbeitsgruppe ins Leben, die sich bis zum Frühjahr mit diesem Thema auseinander setzen wird. Dabei soll es insbesondere um eine größere Transparenz der Gehälter gehen. Zugleich soll geprüft werden, ob Abfindungen auch zukünftig als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden können sollen. Kanzlerin Merkel ist inzwischen gegen eine Gesetzesinitiative. Sie setzt auf die Selbstverantwortung der Unternehmer und die Selbstregulierungsgrenze der Wirtschaft.

Anfang der Woche schlug die Diskussion um horrende Abfindungen für versagende Manager und deren Gehälter hohe Wellen. Die Presse warf der Politik Populismus im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen vor. Inzwischen ist die Debatte um Lohnobergrenzen vom Tisch – sie wurde als juristisch fragwürdig und nicht durchsetzbar eingestuft.

Bleibt die Frage, wie man die Manager zukünftig in die Verantwortung nehmen will. Während ihr Versagen für viele Mitarbeiter die Entlassung bedeutet, kassieren sie hohe Abfindungen und können ohne persönliches Risiko zum nächsten Unternehmen wechseln. Der Appell an die soziale Verantwortung und die Gerechtigkeit bleibt unbeachtet.

Was denkt ihr? Sollte das Gehalt von Managern gesetzlich begrenzt werden? Wie denkt ihr über die Abfindungen der Manager und ihre soziale Verantwortung?

Autoren: Svenja und Katrin

Mindestlohn ?

12 Dezember 2007 by rinced

Das Kartellamt hat entschieden, dass spaetestens am 1.1.2008 das Briefmonopol fallen soll, nachdem es 2002 nochmal um 6 Jahre verlaengert wurde. Infolge dessen gewinnt die Frage nach einem gesetzlichen Mindestlohn immer mehr an Bedeutung.

Doch welches Interesse steckt wirklich dahinter ?

Post-Chef Zumwinkel war einer derer, welche Massgeblich an der Festlegung des Mindestlohns beteiligt waren.

Eine der ersten Reaktion auf die Festlegung des Mindestlohns im Bereich von 8,00 - 9,80 € war die Erweagung des AxelSpringer-Verlags sich wieder vom betroffenen Postdienstleister PIN AG zu trennen. Ausserdem folgten mehrere Ankuendigungen von Stellenstreichungen. Infogle dessen stiegen die Postaktien um etwa 5%. Fuer Postchef Zumwinkel ein Grund zum Feiern Link .

Und die Reaktion der Postkonkurrenten ? In wirklichkeit alles eine blosse Farce Link, um eigene Fehler im Management zu vertuschen, denn in wirklichkeit sind die Auswirkungen des Mindestlohns vorraussichtlich aehnlich wie in der Baubranche minimal Link .

Und wer leidet darunter ? Der kleine Angestellte, zwar bekommt er vielleicht jetzt ein bisschen mehr Geld, jedoch muss er um seinen Arbeitsplatz bangen. Die Wirtschaft hat unser Mitleid fuer die ungerechten Umstaende ausgenutzt um Propaganda fuer ihre eigenen Interessen zu betreiben. Zwar bekommen die betroffenen Arbeiter jetzt etwas mehr Geld, wirklich geholfen wird ihnen nicht, da sie jetzt um ihren Job bangen muessen. Effektiv wird die gleiche Menge Geld auf eine kleinere Gruppe von Menschen verteilt, was hier die Kluft zwischen Arm und ganz Arm vergroessert.

Auf den ersten Blick ist der Mindestlohn eigentlich ne tolle Sache, nur beim naeheren hinsehen entpuppt sich das ganze als ein riesiger Reinfall.

“Ist es gerecht, dass Frauen in manchen Berufen weniger verdienen als Männer, obwohl sie das gleiche leisten?”

7 Dezember 2007 by dandy123

In unserer heutigen Gesellschaft kommt es immer öffter vor, dass sich Ehepaare scheiden lassen. Wenn dieses Paar Kinder hat, ist es für die sehr bitter, doch meistens gehen sie nach der Trennung zu ihren Müttern. Diese sind mit der neuen Situation völlig überfordert. Sie waren vorher evt. “nur” Hausfrauen und müssen nun für den Lebensunterhalt arbeiten gehen. Es gibt nur wenige Kindertagesstätten, wo sie ihre Kinder in dieser Zeit abgeben können.

Also haben sie es doppelt schwer: Geld verdienen und sich um das Kind kümmern. Doch wie soll man dieses Problem lösen, wenn das eine, das andere ausschließt?! Dazu kommt, dass Frauen in vielen Berufen auch noch schlechter bezahlt werden, als ihre männlichen Kollegen. Einfach weil man immer davon ausging, dass sie Männer eine Familie ernähren müssen. Doch dieses Klischee wandelt sich gerade.

Ich finde das ziemlich ungerecht. Man sollte Frauen genauso gut bezahlen wie die männlichen Kollegen, da sie evtl. auch eine Familie ernähren müssen. Einige Erfolge hat man schon erzielen können in dem neue Gesetze verabschiedet wurden. So konnte sich in den letzten Jahren die “Elternzeit” durchsetzen, die es nun auch erlaubt, dass auch die Väter vom Beruf freigestellt werden können um für ihr Kind da zu sein.

Ich finde es wichtig, dass heutzutage nicht nur die Frau diese Rolle übernimmt und man sollte das Bild der Frau auf die heutige Zeit aktuallisieren. Also z.b auch einberechnen, dass alleinerziehende Mütter arbeitslos werden. Wo kommt dann die finanzielle Unterstütung für solche Frauen her?.

Dieses Problem ist ein weiteres Beispiel für das Thema “(Un)gerechtigkeit”.. .. :)

Daniela 05.12.2007

Das Erlassjahr im 21. Jahrhundert

30 November 2007 by katrinh

Ein gutes Beispiel für die Umsetzung der Idee des Erlassjahres in der heutigen Zeit ist der im Dezember 2005 erfolgte Schuldenerlass der führenden Industrienationen für die ärmsten Länder der Welt.Die Finanzminister von Großbritannien, Frankreich, Kanada, Deutschland, Italien, Japan, den USA und Russland hatten sich in London getroffen und nach harten Verhandlungen einen sofortigen hundertprozentigen Schuldenerlass für die 18 ärmsten Länder der Welt vereinbart. Weitere 19 Länder erhielten teilweise Schuldenerlasse. Insgesamt wurden Schulden in Höhe von 55 Milliarden US-Dollar erlassen.

Zu den Begünstigten gehörten unter anderem die afrikanischen Länder Uganda, Mosambik, Niger, Ruanda, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Sambia, Senegal und Tansania sowie die lateinamerikanischen Staaten Bolivien, Guyana, Honduras und Nicaragua.
Diese Länder hatten sich für den vollständigen Schuldenerlass qualifiziert, da sie Bedingungen wie die Umsetzung demokratischer Reformen, die sinnvolle Verwendung der Mittel für das Bildungs- und Gesundheitswesen sowie die Bekämpfung von Korruption erfüllten.

Nach Angaben mehrerer Hilfsorganisationen benötigen weltweit 62 Länder einen totalen Schuldenerlass, um die von den Vereinten Nationen aufgestellten Millenniumsziele erreichen zu können. (Im Jahr 2000 hatte sich die UNO unter anderem zum Ziel gesetzt, bis 2015 die Armut zu halbieren.) Darum wird nun über weitere Finanzierungsquellen für die Entwicklungshilfe verhandelt. Einer der Vorschläge war, eine Steuer auf Flugtickets zu erheben und die Einnahmen für weitere Entwicklungsprojekte und Schuldenerlasse zu verwenden.

In einem zweiten Schritt könnte die Initiative von 2005 auf bis zu 40 Länder ausgedehnt werden, die über einen Zeitraum von 40 Jahren Schulden von etwa 56 Milliarden Dollar erlassen bekommen sollen.

Das Erlassjahr

30 November 2007 by katrinh

Das Erlassjahr in der Bibel
Konflikt:

- Menschen geraten in Schuldknechtschaft (–>Teufelskreis)
- Grundbesitz muss aus Not verkauft werden
Grund für Konflikt:

- Widerspruch mit Religion
> Israeliten wurden aus der Knechtschaft geführt und sind somit ein freies Volk
> Sie leben in dem gelobten Land, also im Eigentum Jahwes
Konfliktparteien:

> Besitzer
> Verschuldete (Gott ist auf ihrer Seite)
Lösung:

- Jobeljahr oder Erlassjahr (alle 50 Jahre)
> Israeliten kommen unentgeltlich frei
> Grundbesitz wird zurückgegeben
> säen und ernten ist verboten ; essen was gegeben ist
Hoffnungen:

- Möglichkeit zum Neuanfang
- Insbesondere Chancen für Kinder
> Verhinderung des Teufelskreises
> versklavende Handels- und Arbeitsbedingungen sind zu beenden
> gegen Ausbeutung von Erde und Menschen

Schwerpunktländer von Oikocredit

30 November 2007 by hanzwurst

Diese relativ kleine Organisation konzentriert sich auf eine begrenzte Anzahl von Ländern. Auswahlfaktoren sind: Nachfrage nach Oikocredit-Darlehen, soziale, wirtschaftliche und politische Stabilität des Landes auch wird das Bestehen eines funktionierenden Rechtssystems berücksichtigt.

Im Moment werden folgende Länder unterstützt:

· Asien: Indien, Indonesien, Philippinen, Kambodscha

· Afrika: Benin, Côte d’Ivoire, Ghana, Kenia, Mali, Senegal, Südafrika, Tansania, Uganda

· Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Peru, Paraguay, Uruguay.

· Europa: Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Moldova, Rumänien, Russland, Ukraine

Oikocredit gibt Genossenschaften von Kleinbauern, kleinen und mittelständischen Unternehmen im Süden, Fairhandelsorganisationen und andere NGO ( nicht staatliche Organisationen) Kredit, die ihnen wegen mangelnder Sicherheiten normal verweigert bleiben.

Ein Beispiel für die Arbeit von Oikocredit: Peru Confianza

30 November 2007 by hanzwurst

Seit 15 Jahren erhöhte Oikocredit den Anteil des Darlehenskapitals, der an Mikrofinanzinstitutionen (MFI) vergeben wird. MFI arbeitet hauptsächlich in Lateinamerika und unterstützt dort Kleinstunternehmen, die 75 % aller Arbeitsplätze schaffen. Desweiteren werden einkommensschwache Frauen stark unterstützt.